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Zufälliger Profilaufruf: Hund | Katze | User


Tagebuch von Babe | Einträge: 9
08.10.2009 um 15:01 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 9 meiner Memoiren / ab März 2000


Da war ich nun also glücklich und zufrieden mit der Welt, Garfield und mir..

Aber wie es im Leben immer so schön heisst: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Eine ganze Weile über war mir ja schon aufgefallen, dass meine Dosenöffner-Mama (die ich trotz eigener Mutterschaft immer noch liebevoll so nennen wollte) ein wenig traurig wirkte, und das ein oder andere Mal mein Fell mit einem Taschentuch verwechselt hatte. Das war mir natürlich nicht besonders angenehm, aber meiner Aufmerksamkeit nun eben auch nicht entgangen.

Bevor ich mir jetzt also ständig Gedanken um die seltsamen Anwandlungen der Dosenöffner machte, lebte ich einfach mein Leben weiter und genoss die schönen Stunden in Ruhe draußen.

Oh weh, doch weit gefehlt, wer dachte so würde es bleiben..

Eines wilden Tages bemerkte ich, dass mein damaliges Dosenöffner-Herrchen Streit mit Mama hatte, welchen ich diskret katzenmäßig überhören wollte.. Leider war es wohl übler als ich mir in meinen Vorstellungen ausgemalt hatte, denn plötzlich waren viele von Mamas Sachen weg, und – oh Schreck! – Mama auch.

Zuerst wollte ich dem Garfield mein Leid klagen, und der ganzen Welt Vorwürfe machen, warum man mich allein gelassen hatte. Leider bemerkte ich schnell, dass ich mit meiner Verzweiflung nicht alleine dastand, auch Garfield war ratlos, und Mama wirkte wie am Boden zerstört.. An irgendwelches Zeugs von wegen.. Herrchen verrückt geworden.. Unerträglicher Zustand.. kann ich mich noch erinnern, wusste aber nichts damit anzufangen.

Nun kam eine sehr anstrengende Zeit für mich, denn plötzlich sass ich ohne Garfield in einer Wohnung im 3. Stock und kannte mich erstmal überhaupt nicht mehr aus. Mama hat zu erklären versucht, dass der Garfield nicht mitkommen konnte, weil das Dosenöffner-Herrchen sich so sehr dagegen gewehrt hatte, Garfield herzugeben, dass es Mama wieder mit der Angst zu tun bekam und aufgeben musste. Wir waren beide sehr sehr traurig darüber, ich konnte Mama vor lauter Schock auch nicht darüber hinweghelfen, ich war zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Und zu entsetzt darüber, dass ich Treppen steigen sollte, und dann auch noch an der Hauptstraße aufpassen musste wie ein Luchs.. Nein, das war mir zu viel, und so blieb ich einfach drinnen.. Mama murmelte oft etwas von „Übergangslösung, bald vorbei.., noch ein wenig Geduld liebe Babe, wir schaffen das schon..“ Verstand ich alles nicht wirklich, Mama war es aber wohl wichtig, mir das zu sagen.

Eines schönen Tages – mir kam es wie nach einer Ewigkeit vor – war es dann soweit!! Mama und ich fuhren wieder in so einem stinkigen Dings durch die Gegend, oh ich kannte diese Gegend. In der Nähe lag unser ehemaliges Zuhause, aber hier war es auch recht schön wie ich feststellen musste. Im Garten standen tolle Bäume zum klettern, nach Hause kam ich durch das Wohnzimmerfenster (juhu Erdgeschoß!) und rundum fand ich Wald und Wiesen vor, was mich ein wenig den ganzen Stress vergessen ließ. Übrigens war dies auch eine Wohltat für mein Fell, dass wegen der stressigen Situation irgendwie gelitten hatte..

Nun auch Mama wirkte nicht mehr so traurig, und so konnte unser neues Leben beginnen..

.. to be continued ..

PS: Garfield, wir haben Dich niemals vergessen..
Hoffentlich geht es Dir gut..
Mama tut es noch heute leid, dass sie Dich dalassen musste..





22.08.2009 um 15:35 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 8 meiner Memoiren

So lebten wir in unserer schönen neuen Umgebung, die Welt war in Orndung, Garfield entwickelte sich zum Mäuse-Schreck und Jäger der ganzen Gegend schlechthin. :-)

Auch ich konnte mich dem Jagdtrieb nicht verschließen, allerdings machte ich nicht so ein Aufhebens darum wie der "Showstar" Garfield, der unbedingt immer ganz doll gelobt werden wollte.. Na gut, ich gebe zu die Sache mit dem loben fühlte sich schon irgendwie gut an.. *schnurr*

Eines Tages hatten die Dosenöffner aber dann wohl völlig den Verstand verloren, da kamen die doch tatsächlich mit so einem kleinen armseligen Bündel von Katze daher, das sie Lilly nannten! Was war hier denn los?? Ich konnte die Dosis hören, wie sie sich darüber unterhielten, dass diese Lilly eine "wilde" Katze sei, die ihnen ganz elendig maunzend und völlig zerfleddert hinterhergelaufen -und quasi ins Auto gesprungen - sei. Papa, der sonst gerne mal den coolen Macker raushängen ließ, soll ganz weich geworden sein, und der Mama gesagt haben, dass das kleine Fellbündel mitgenommen wird, wenn es nicht vom Auto weggeht.. Oh diese Lilly war nicht doof, die hat sich wohl keinen mm mehr von der Autotür wegbewegt.

Na gut, irgendwie tat sie mir ja schon leid, mit ihrem verklebten Auge - oh das sah nicht gut aus, ich dachte das Auge sei "kaputt"- .. Aber ich konnte sie partout nicht lieb haben, und Garfield fühlte sich ebenfalls in seiner Ehre gekränkt, so hatte ich ihn ja noch nie gesehen! Während ich dieses Lilly-Getue (die standen Nachts tatsächlich alle 2 Stunden auf und träufelten der Kleinen was ins Auge, das ihnen die Tierärztin gegeben hatte) stumm leidend und versteckt hinter der Couch ertrug, bekam Garfield - der sanfte Garfield..!! - regelrechte Wutanfälle. Das ging so lange, bis ich auch schon direkt Angst um das Wohlergehen der Kleinen hatte, der Kater verschwand auch immer öfter Nachts draußen, die Dosis machten sich nun um Lilly und um Garfield Sorgen.. Schließlich hatten sie es tatsächlich geschafft, der Eindringlings-Katze das Augenlicht zu retten, es war zwar jetzt ein "Triefauge", aber sehen konnte sie damit, das habe ich auch bemerkt. Na gut, bin ja auch nicht aus Stein und freute mich, dass die Mini-Miez jetzt aus beiden Guckerchen wieder was sah, aber Leute.. Könnt ihr die jetzt wieder aus meinem Revier entfernen?

.. to be continued..

19.08.2009 um 10:24 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 7 meiner Memoiren / Februar+März 1999

.. Nach diesem traurigen Abschnitt herrschte nun eine Zeit des wohlverdienten Friedens, Garfield und ich verstanden uns prima und waren gesund und munter. Mittlerweile hatten wir begonnen, den Garten zu erkunden und uns immer mehr für das Geschehen draußen zu interessieren..

Unsere Dosis mussten dafür aber so komische Dinger rauf- und runterlaufen, die sie Treppen nannten.. Mir waren die auch nicht ganz geheuer, aber was tut man nicht alles, um mit den Flatter-
teilen draußen spielen zu können und an den Blumen zu schnuppern?.. :-)

Eines Tages - oh das gefiel mir gar nicht - begannen die Dosis dann alles in der Wohnung in Kartons zu packen. Tz, tz, tz, Kartons sind doch zum drin rumliegen da, nicht um alle meine schön markierten Sachen aus der Wohnung da reinzuräumen! Ich war verwirrt.. Garfield wusste auch keinen Rat, er war wohl genauso durcheinander wie ich..

Die Krönung kam aber noch, als dann endlich (irgendwie waren Mama und Papa froh darüber.. Warum?) alle Sachen - sogar meine schöne Couch und der Schrank! - in so einem komisch stinkenden fahrbaren Ding waren. Ich wurde doch glatt in einen TRANSPORTKORB!! - Man stelle sich vor! - gesteckt! Ich schrie um mein Leben, wusste ich doch nicht was jetzt passiert! Aller-
dings hielt das Stinkdingens nach kurzer Fahrt an und ich durfte aus dem Korb heraus. Sie sagten wir sollen unser neues Zuhause gleich ausgiebig beschnuppern. Wie neues Zuhause, was sollte das denn?? Da dämmerte mir, dass der Garfield und ich jetzt hier mit den Dosis leben würden, das gefiel mir erstmal gar nicht! Schlußendlich - ich war über lange Zeit partout beleidigt - gewöhnte ich mich an mein neues Zuhause und irgendwann sagte mein lieber Garfield zu mir, ob ich denn schon bemerkt hätte, dass es hier keine komischen Treppendinger gibt, und wir einfach so in den Garten spazieren könnten? Er hatte Recht, jetzt sah ich es auch! Ich beschloß, dass das Beleidigtsein nun ein Ende haben sollte und hüpfte in den Garten, um ein paar Brummdinger zu jagen. Jahaaa, das Leben war wieder herrlich! Und mein Gatte Garfield war so gut gelaunt, dass er mir eines Tages eine große saftige Maus brachte, die er gerade erlegt hatte. Ich kann euch sagen, die Dosis haben doof aus der Wäsche geguckt, als mir der Kater die Maus hinlegte und ich genüsslich zu mampfen begann! Die Unwissenden dachten zuerst allen Ernstes, es gäbe jetzt Ärger deswegen und Garfield würde sauer werden, weil ich ihm die Beute "wegnähme".. Mann, Dosis sind manchmal echt schwer von Begriff! Wieso hätte er mir die Maus denn sonst vor die Füsse legen sollen, wenn nicht, um sie zu essen??.. Na gut, irgendwann haben sie´s dann auch kapiert.. :-)

.. to be continued ..

18.08.2009 um 09:45 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 6 meiner Memoiren

.. Nun war der Nachwuchs - Garfield´s und mein ganzer Stolz - also gut untergebracht.. *puh war ich glücklich*

Lange sollte dieser Frieden leider nicht währen.. Von da an häuften sich die Horror-Nachrichten, ihr könnt euch nicht vorstellen wie schmerzlich das auch noch heute für mich ist!

Es fing mit der Hiobsbotschaft an, dass die kleine Jeannie (oh wie wurde sie einst gehätschelt und gepflegt..) überfahren worden war, wie mir (Ur-)Oma sagte, die ich vor lauter Schluchzen kaum verstand.. Ich war geschockt und knabberte noch an dieser Schreckensmeldung, als ich erfuhr, dass unser lieber kleiner Jackson-Kater (dies berichteten tierliebe und aufmerksame Nachbarn) nicht gut behandelt würde, und ständig laut und elendig maunzend vor der Türe seines angeblichen "Zuhauses" sass und wohl auch schon ziemlich abgemagert sei. So fuhren die Dosis sofort - und ich sage euch die waren wütend! - los und holten Jackson wieder ab, der tatsächlich ziemlich ramponiert aussah. Als Erklärung wurde ihnen die lahme Geschichte aufgetischt, der schon vorhandene Kater hätte sich mit Jackson nicht vertragen und so sahen sie sich "gezwungen" den kleinen Kater (na klar, den Kleinen, der Wärme und Zuneigung wirklich gebraucht hätte!!) auszusperren. Auf die Frage der Dosis, warum sie denn nun "gezwungen" waren, ihn dort ohne Futter sitzen zu lassen, erhielten sie jedoch keine Antwort. Mama hat erzählt, der Papa hätte dem beinah eine "Watsch´n" gegeben. Beinah..

Nun, Jackson war leider etwas komisch geworden, er war aggressiver als sonst (na klar, er kannte ja nur Kampf und wenn ich nicht stärker bin, dann krieg ich gar nix), so dass unser vorübergehendes Zusammenleben nicht sehr angenehm war.

Doch eines Tage wurde er in gute Hände vermittelt, an die Chefin von Papa, die auf dem Land in einem super renovierten alten Bauernhaus lebte. Toll, wie wir uns für Jackson freuten!! Leider wurde ihm das Landleben endgültig zum Verhängnis, er überlebte den Kampf mit einem Dachs nicht.. *Oh wie hab ich um ihn geweint*

Wofür all das, fragte ich mich?? .. Als dann auch noch Lola weglief (die doch wirklich ein gutes Zuhause hatte!) und nie wieder gesehen wurde, fragte ich mich.. Nimmt der Schmerz denn nie ein Ende??

Nur Rambo, mein lieber tapferer und mutiger Rambo, er lebt noch heute bei der Mama meiner Dosenöffnerin und erfreut sich bester Gesundheit. Rambo war immer der Vorsichtigste (wir dachten schon er wäre ein Hasenfuß) von den Vieren.. Vielleicht hat ihm das das Leben gerettet??..

.. to be continued ..

17.08.2009 um 09:36 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 5 meiner Memoiren

.. da waren sie nun meine kleinen Racker, sie wuchsen und gediehen..

Verblüffend fand ich, dass die kleinen Mädchen immer wieder versuchten, bei Papa Garfield zu nuckeln. *gg* Herzallerliebst hat er sie darauf "aufmerksam" gemacht, dass er doch ein Männchen sei und sie hier lange nuckeln könnten, aber er würde kein Weibchen werden. *gg* Die Mädels haben es irgendwann eingesehen, und sich an den weichen weissen Bauch von Papa gekuschelt, während die beiden Jungs langsam aber sicher halbstark wurden und ebensolches Verhalten an den Tag legten. Es war herrlich, Papa in den Schwanz zu beissen, sich vor ihm aufzuplustern und gaaaaaanz mutig mit der Tatze nach ihm zu schlagen.. Wie ihr euch sicher denken könnt, hat das einen ausgewachsenen 6 kg Kater wie Garfield eher amüsiert, er sah sich diese Sache also geduldig eine ganze Weile an, dann hat er einfach nur einmal eine "Ohrfeige" mit der Pfote (ohne Krallen) ausgeteilt, und die Jungs waren wieder in ihre Schranken verwiesen.. Derweil die Mädels sich köstlich über ihre halbstarken Brüder amüsierten.. :-)

Es kam schließlich der Tag, als die Kleinen groß genug waren, dass es langsam aber sicher zu immer heftigeren Revierkämpfen kam, da meinten die zwei Katerchen doch wirklich, sie könnten Mama erklären, wo denn ihr Revier sei.. Das ging so ja nun nicht! Die Dosenöffner sahen auch ein, dass nun die Zeit sei, da die Kleinen flügge geworden seien und ein gutes Zuhause brauchten.

Nach und nach also wurde es wieder ruhiger und die Aufteilung sah folgendermaßen aus:

Das kleine Mädchen erhielt den Namen Lola und kam an einen guten Freund meiner Dosis (damit war ich auch einverstanden, denn ich kannte den Burschen schließlich. :-)

Einer meiner kleinen schwarzen Panther kam zu Oma und Opa, (hhhmmm.. dann eigentlich Ur-Oma und Opa *gg*) er wurde Rambo getauft. :biggrin:

Mein zweites kleines Mädchen kam zu der anderen (Ur-) Oma und Opa, und erhielt den Namen Jeannie.

Ja und klein Jackson wurde (angeblichen) Freunden gegeben, womit wir leider einen Fehler machten..

.. aber das beim nächsten Mal, to be continued ..



14.08.2009 um 09:47 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 4 meiner Memoiren / Frühjahr 1998

.. nach überstandenem Outodoor-Abenteuer lebte ich also weiterhin ein glückliches Katzenleben mit den Dosis und Garfield..

Ja apropos Garfield, es dauerte schon eine Weile bis der Junge herausgefunden hatte, wie das so zwischen Männchen und Weibchen funktioniert (ich kann euch sagen, der war am Anfang vielleicht tollpatschig :-)). Doch dann hatte er endlich den "Dreh" raus, und ich musste teilweise auf den Schrank gesetzt werden (Garfield war zu faul da raufzuhüpfen *hihi*) um wenigstens noch in Ruhe fressen zu können .. Ihr könnt es euch sicherlich schon denken, aber bald wurde ich immer dicker und dicker.. Garfield guckte mich mit großen Kulleraugen an, und ich sagte "Ja, Du wirst Papa."

Ich hörte wie sich Mama und Papa unterhielten, was denn nun mit dem Kater "geschehen" sollte, wenn die Jungen erstmal da wären.. Ob er wohl weggesperrt werden müsse.. Wie? Warum? Den Garfield wohin sperren?? .. fragte ich mich verwirrt.. Wegen dem Nachwuchs meinten sie, aber ich verstand die Welt nicht mehr.

Eines schönen Frühlingstages war es dann soweit!! Ich bekam diese seltsamen Schmerzen, und ich wusste in diesem Moment, dass ich jetzt meine Babies bekommen würde.. Da ich bis jetzt nie großes Aufhebens um meine Person gemacht hatte, legte ich mich also in eine Ecke im Wohnzimmer und begann zu pressen.. Bis Mama und Papa (oder sollte ich jetzt Oma und Opa sagen? *gg*) das mitbekommen haben, waren schon zwei meiner Jungen geboren. Ui, da war ja ein kohlrabenschwarzes dabei! Garfield guck doch mal, Deine Kinder!! Mama war so gerührt und auch ein wenig besorgt um mich, dass sie dastand und beruhigend mit mir redetet, hin und wieder ganz vorsichtig meinen Kopf streichelte, aber mehr hat sie sich nicht eingemischt. Und das war auch gut, so.. "Ich mach das schon Mama."

Nun hätte ich 5 Junge gezählt, wieso war aber Mama plötzlich so traurig und sagte irgendwas zum Papa?? Der lief los und sagte nur, lass Babe das nicht sehen, sonst kümmert sie sich womöglich nicht um die anderen 4. Was war los? Ich kümmerte mich also ganz doll um meinen Nachwuchs und vergass ganz schnell wieder, dass die Dosis sich komisch verhalten hatten.. Heute als "alte" Dame denke ich mir, vielleicht haben sie mir damals den Anblick einer Totgeburt ersparen wollen.. Was waren das doch für Wonneproppen meine 4 Kleinen! Die Freude war riesig! 2 schwarze, mit einem niedlichen weissen Fleck am Hals, das waren die Katerchen.. Und zwei hübsche Mädchen, die wie Miniaturausgaben ihres Vaters aussahen, weisse Bäuche und Stiefel, und ansonsten grau getigert. Wie hübsch sie alle waren und kerngesund!

Doch Moment, hatten die Dosis nicht mal irgendwas von Garfield wegsperren erzählt? Was war ich froh, dass sie das doch nicht gemacht haben, denn mein "Mann" kam vorbei, sah erst schon ein wenig verdattert aus, was denn hier jetzt los sei.. Begann aber wenig später schon, die Kleinen abzulecken und bewachenderweise um sie "herumzutigern".

Danke Garfield.. Guter Papa..

.. to be continued ...



13.08.2009 um 10:12 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 3 meiner Memoiren

.. So hatte ich nun die gefährliche Rutschpartie durch den Kamin mit einem gehörigen Schrecken, aber soweit unbeschadet, überstanden.

Die Worte meines Herrchens an Frauchen hatte ich jedoch nicht vergessen: .. "Über das Dach türmen.." So dachte ich, wenn das die Dosis so heimlich und leise besprechen, muss das etwas ganz Tolles sein. Dass die Dosis mich und den Garfield beschützen wollten, und uns deshalb erstmal nur auf den Balkon gelassen haben, verstand ich damals nicht so ganz.. Der Garfield sollte auch mein einziger Kater, praktisch mein Mann sein, und ich sollte Babies vom Garfield haben, nicht von dem rauflustigen und wenig zimperlichen großen Nachbars-Kater, den die anderen alle Stänker-Karl nannten..

Nun gut, war mir damals alles egal, auch das gute Zureden von Garfield, ich solle doch biiiiitteeee nicht abhauen - er hätte mich doch lieb - half nichts.

Ich wartete also bis Frauchen einmal wieder lüftete, setzte mich unauffällig auf den Boden und wartete bis sie mich für einige Minuten nicht beachtete. Ich hüpfte aufs Dach und weg war ich.. So streifte ich also tagelang durch die Nachbarschaft und sah mich um, was da draußen so toll sein sollte. Mir kam von Artgenossen zu Ohren, dass Frauchen voller Verzweiflung Suchplakate aufgehängt hatte und sich den Hals wundgerufen hatte, bei der Suche nach mir.. Man erzählte sich, dass sie bis Nachts umherlief, ihr war die Dunkelheit auch egal, sie lief mit der Taschenlampe herum und suchte und suchte und suchte.. Nach etlichen Tagen hatte ich genug von diesem doofen alleine draußen sein, ich sehnte mich nach Mama, Papa und Garfield, und es tat mir auch leid, Frauchen so traurig zu sehen. Denn hin und wieder versteckte ich mich in einem nahegelegenen Gebüsch, wo ich - dachte ich zumindest - gut versteckt und außer Sichtweite meiner Menschen war, und beobachtete sie.. Doch die Nachbarin mit den Adleraugen hatte mich gesehen und das natürlich sofort Frauchen erzählt.. Na gut, meine Tarnung war eh dahin, und ich wollte eigentlich auch gerne wieder gefüttert und gestreichelt werden. Obwohl ich im Mäusefangen echt gut bin. :-)

So ging ich also nach Hause, und was soll ich euch sagen?? Da hat mir Mama erstmal ins Fell geheult (das ja ohnehin ziemlich ramponiert und voller Zecken war, igitt..) .. Und wenn ich ehrlich bin, war es ganz toll, wieder mit meinem knuddeligen Garfield auf unserer Decke zu liegen und zu kuscheln..

12.08.2009 um 10:06 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 2 meiner Memoiren / Spätsommer 1997

.. So lebte ich also eine ganze Weile recht glücklich mit Frauchen, Herrchen und dem großen gutmütigen Garfield-Katerchen.. Dann kam der Tag, als ich beschloß, ich bin nun eine große mutige Katze und erforsche zunächst das Dachfenster.. Schnell fand ich heraus, dass die Dosis dieses mehrmals am Tag öffnen, sie nannten das lüften.. So lüfteten die Dosenöffner eines Tages also, und bemerkten nicht, dass ich zum Sprung ansetzte um eine Erkundungstour auf dem Dach zu starten.. Die dachten wohl, sowas macht Babe doch nicht, das scheue kleine "Rehlein". Falsch gedacht! Nun spaziere ich dort also herum und entdecke so ein komisches viereckiges Ding mit einem interessanten Loch oben, und ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wie die Menschen so etwas nennen. Da ich das ja unbedingt herausfinden musste, begann ich mir diese Öffnung genauer anzusehen und sprang auf den Sims dieser viereckigen Öffnung.. Und .. ach.. oh weh, ich sage euch, das war die Rutschpartie meines Lebens! Fiel ich in dieses komische Loch hinein und schwuppss.! Da saß ich nun, gefangen in völliger Dunkelheit in einer engen Röhre.. Och Menno, und den Dosis hatte ich auch nicht Bescheid gesagt, dass ich mal eben aufs Dach spazieren gehe..

Stundenlang saß ich nun schon hier unten, und hörte ganz leise die immer verzweifelter klingende Stimme meines Frauchens, Herrchen war schon halb aufs Dach gestiegen, um mich vielleicht doch irgendwo zu sehen.. Aber wie sollte das gehen? Ich saß doch hier in dieser muffigen Röhre und hatte Todesangst, so dass ich nicht mehr laut genug maunzen konnte, damit sie mich gleich hören können.. Da sass ich nun einen ganzen Tag und hatte schon mit meinem Leben abgeschlossen.. Als Herrchen ein allerletztes Mal auf das Dach stieg, um nach mir zu rufen (Frauchen hatte er schon darauf vorbereitet, dass ich wohl über das Dach "getürmt" sei.. Tz, tz.. als ob ich euch einfach verlassen hätte!) bemerkte ich, dass er diesem komischen Kamin-Dings immer näher kam und durch eine gnädige Fügung tatsächlich den Kopf in das Kaminloch steckte.. Also sammelte ich alle meine verbliebenen Kräfte und maunzte um mein Leben! Ja und Herrchen hörte mich, flitzte in den Keller, öffnete so ein Türchen und holte mich zitterndes Bündel da wieder raus.. Leute ich sage euch, nie wieder Dachspaziergang! Meine Mama und Papa sagten mir, ich hätte unverschämtes Glück gehabt, dass es Sommer ist und niemand heizt..

11.08.2009 um 10:08 Uhr | Eintrag bei: Babe (Katze)  

Teil 1 meiner Memoiren / Mai 1997

Hhhhmmm, wie beginne ich am besten?? Ok, am besten ganz am Anfang :-)

Meine Mama hatte vor 12 Jahren den großen Wunsch, eine Katze zu sich zu nehmen, da sie mit Miezis aufgewachsen ist, und sie schon immer fasziniert von uns Samtpfoten war. (wir sind ja schon auch toll, oder? *gg) So fuhr sie also los und fragte sich bei sämtlichen Bauernhöfen durch, ob denn nicht ein kleines Kätzchen abzugeben wäre, da Bauern darüber meist ohnehin sehr froh sind.. So geschah es dann, dass der nette hilfsbereite Bauer zu erzählen begann, er hätte da ein mutterloses Kätzchen auf dem Feld gefunden, das aber krank sei und vielleicht gar nicht überleben würde. Er hatte es Floh genannt.. Tja Leute, ihr habt es sicher erraten, dieser Floh war ich.. Mama sah mich und wollte mich unbedingt haben.. Der Bauer wiederholte, dass ich ziemlich krank und schwach sei.. Mama war das egal, sie sagte sie wolle mir helfen, groß und stark zu werden.

Herrchen war auch dabei, und meinte, dass ich doch auch einen Artgenossen bräuchte, damit ich mich nicht so einsam fühle.. So fuhren wir also zum nächsten Bauernhof, wo der Garfield mit seiner Schwester und Mama im Heu saß. Garfield hatte so süsse runde Kulleraugen und wirkte schon damals wie die Gutmütigkeit in Person, also nahmen wir ihn auch mit..

Ich hatte damals einen ziemlichen Schock, so dass ich meiner Menschen-Mama nie mitteilen konnte, was meiner Katzenmama geschehen ist. Ich wusste nur, dass ich riesigen Hunger (fressen konnte ich aber erst nicht bei mir behalten) und ebenso große Sehnsucht nach dem weichen Fell und dem Milchtreten bei meiner tierischen Mutter hatte. So versuchte Frauchen also mich zu herzen, zu liebkosen und mir mit Medikamenten zu helfen.. Gesund wurde ich schnell wieder, aber ich wollte nicht angefasst - am besten gar nicht angeschaut - werden. Mama musste ein halbes Jahr lang um jede Zuneigung meinerseits kämpfen, anfassen konnte sie mich nur mit Handschuhen, da ich jede Annäherung eines Menschen an mich als Bedrohung sah. Mama-Frauchen hat mich dann in Ruhe gelassen und ab und an im Vorbeigehen ruhig und sanft mit mir geredet. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass es liebe Menschen gibt und bin der Mama auf den Schoß gesprungen und habe das erste Mal für sie geschnurrt.. Oh wie hat sie sich gefreut! Und ich mich auch. :-)

.. to be continued..





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